10.12.2011 Griechenland 2 …und schon wieder sind zwei Wochen vergangen, in denen wir nicht untätig rumgesessen sind, also zumindest nicht immer…! Teilweise schon… Heute, Samstag, den 10.12. werden wir uns mal so zitatmäßig aus dem Tagebuch erinnern….
26.11. …Thymian sammeln und gammeln (wie war das mit „untätig“)?
27.11. Spaziergang bis Arcoudi …nachmittags Kaffee und Plätzchen….abends grillen mit massenhaft Lammfleisch mit Didi und Monika…nach Sonnenuntergang wird’s immer saukalt…
28.11. Wir sagen „yassas“ zu Didi und Monika, bekommen noch Oliven, Erdbeermarmelade und Wein mit als Abschiedsgeschenk.
Olympia: viele alte Steine und Säulen (grins), nein, sehr beeindruckend mit dem Wissen, dass immer noch alle vier Jahre hier am Heratempel traditionell das „Olympische Feuer“ entzündet wird und die Sportstätten und -wettkämpfe von damals noch heute die Basics für die Olympischen Spiele der Neuzeit sind. Überall Wächter mit Trillerpfeifen, die peinlich genau darauf achten, dass die zwei anwesenden Touris (also wir) auch wirklich keine Säulen mitnehmen oder besteigen oder anpieseln…
Wir sind wieder am Meer, Giannitsohori, breiter, langer Sandstrand, viele Kneipen, und??? Ne (griech. Ja!), alle geschlossen!
29.11. Auf dem Weg ins Landesinnere….richtig, auf dem Weg zu alten Steinen und Säulen.
Aber vorher die Geschichte mit der Hellenischen Post. Die Kohl-Mutter hat am 4.12. Geburtstag, also schreiben wir eine Geburtstagskarte. Zum Verschicken braucht man eine Briefmarke. Eine Briefmarke bekommt man bei der Post. Nicht aber in Kapanaki, einem mittelgroßen Städtchen in Hellas, da hat die Postbeamtin KEINE Briefmarken. Auch keinen Stempel zum Frankieren. In einem Schreibwarenladen werden wir fündig, ein uralter Mann kramt aus Zigarrendöschen Briefmarken hervor, u.a. ganz viele mit 1 Cent……auch mit 57 Cent… u.ä. Wir frankieren unsere Karte mit diesen Briefmarken und werfen sie in den davorstehenden blau-gelben Briefkasten Hellenic Post, der u.a. auch auf Englisch erklärt, dass, wenn man Postsachen bis 13 Uhr einwirft, diese noch am gleichen Tag in den Zustellvorgang kommen. Händeringend und kopfschüttelnd will uns dann plötzlich eine nette Dame irgendetwas sagen…. Der Briefkasten wird seit einem halben Jahr nicht mehr geleert, wir sollten zur Post und den Schlüssel verlangen….man erinnert sich an die Postbeamtin ohne Briefmarken? Doch die hat auch keinen Schlüssel, der sei im nächsten Dorf . . . . . . .das Ende von diesem lustigen „Hoch auf dem GelbBlauen Wagen“ …das ganze Dorf/Städtchen weiß Bescheid…..ein Taxifahrer verspricht uns hoch und heilig, die Geburtstagskarte aus dem Briefkasten-der-keiner-mehr-ist herauszuholen bla bla bla… bis heute ist die Karte noch nicht angekommen…..wär ja ein Wunder…wir bleiben gespannt.
Messene: ….noch mehr alte Steine und Säulen… Bis jetzt die beeindruckendste Ausgrabung der Reise. 1895 entdeckt wird seit 1986 weiterhin restauriert aus Mitteln der EU und des griechischen Staates, die Ergebnisse sind fantastisch, vor allem das Theater und das Stadion mit seinen Säulenhallen sind faszinierend.
Auf dem Berg Ithomi, auf dem einst die Akropolis von Messene war, finden wir ein ruhiges, aber am frühen Morgen sehr kühles Fleckerl zum Übernachten.
30.11.2011 Kleine Strassen, enge Ortsdurchfahren, wir wollen zur Kapelle der Heiligen Theodora von den Eichen. Ein Wunder !!! Aus dem uralten, kleinen Kapellchen wachsen uralte Eichen und keiner weiß, wo die Stämme herkommen, man sieht weder innen noch außen etwas …… okay, sie haben das Mauerwerk durchdrungen, das Kapellchen hats überlebt …aber ein Wunder klingt doch viel toller . . . .
Wir bleiben in den Bergen. Lousios- Schlucht – das alte Kloster Agios Johannis Prodromu (Kloster des Heiligen Jonannes des Täufers) klebt an den rußigen Wänden der Felsen, die alten „Schwalbennester“ sind nicht mehr bewohnt, aber mittlerweile gibt es sogar ein Gästehaus mit Klimaanlage für den Sommer. Seit dem 16. Jahrhundert wohnen hier Mönche in der Einsamkeit, nur haben sie jetzt schon einige Annehmlichkeiten der Neuzeit angenommen, u.a. einen Toyota HiLux Pickup und einen VW-T4 Transporter…mit denen sie am Morgen an uns vorbei in ihren naheliegenden Olivenhain zur Olivenernte fahren.
1.12.2011 Karitena – byzantinische Brücke über den Alfios – Rauhreif am Morgen – Bergdorf Andritsena – Supermarkt mit lokalen Delikatessen: offener Feta, Hauswein, Rindersteak, Schafskäse.
Apollon-Tempel bei Bassai – wohl verpackt wie der Berliner Reichstag vor einigen Jahren. Der Tempel wurde 420-400 vor Christus erbaut, also innerhalb von 20 Jahren…..seit 1987 wird er unter einem riesigen Zelt konserviert und restauriert…Apollo auf Camping…wenn die Arbeiten so weiter gehen, dauert das nochmal ca. 100 Jahre….was hatten die Griechen doch einst für eine Hochkultur… Als einzige Touristen (wieder mal) bekommen wir Studententarif . . . .oder Seniorentarif???
Strasse asphaltiert . . .wird aber immer schmäler…Ginster und andere Sträucher erobern sich die Strasse zurück….ist eh egal, es gibt sowieso keinen Gegenverkehr.
Suchen am Meer einen Platz und finden einen Traumfleck in den Pinienwäldern bei Elea, am Abend das allererste Lagerfeuer, wir sitzen ewig draussen, es ist zum genießen….
2.12.2011 Einsame Strände bei Romanos? Kaufen in Filiatra, einer süßen Kleinstadt mit allem was man braucht für die nächste Zeit ein….die dicke Griechenmama im Supermarkt versorgt uns u.a. auch mit selbstgemachtem Reisbrei und passt auf dass wir ja nix vergessen… doch außer der bekannten Ochsenbauchbucht, wo man aber nicht direkt am Strand stehen kann, finden wir nichts absolut überragendes…riesige Verbotssschilder, windige Fleckerln, gar nicht schnuckelig, ein hässliches Golfhotel…….wir sind halt schon verwöhnt…..
Im Nationalpark Navarino-Bucht, wo die Griechen 1827 praktisch ohne eigenes Zutun ihre Unabhängigkeit erlangten, als eine alliierte Flotte aus Russen, Engländern und Franzosen fast die gesamte türkisch-ägyptische Flotte auf den Meeresgrund schickte, eigentlich unvorstellbar, wie mehr als hundert große Segelschiffe in diese Bucht passen sollten, gäbe es viele traumhafte Stellplätzchen, aber auch hier: Verbot, Verbot, Verbot…okay, im Nationalpark halten wir uns dran.
Plötzlich ein „Quarantine Hospital“….wo normalerweise im Sommer die Sonnenschirme und -liegen der Badenden sind? Es ist alles nur ein Fake, eine Filmkulisse aus Dachlatten, Styropor und vergipsten Säcken….. von vorne nicht zu erkennen…aber dahinter…
Wir stehen in Pylos an der Hafenmole, gehen endlich mal wieder essen, es gibt Feta-Pizza, und in der Nacht ist außer den Bässen einer Stereoanlage aus einem parkenden Auto alles okay. Beschliessen morgen mal wieder einen Campingplatz aufzusuchen.
3.12.2011 Nach der Besichtigung des Kastells von Methoni, in dem neben den Griechen auch noch Römer, Türken und Venezianer mal ihre Baukünste spielen ließen, ach ja, Piraten waren auch mal die Bewohner, geht es Richtung Finikounda – Camping Finikes – fest in englischer Hand. Auch Bärbel und Horst treffen wir wieder…
4.12. – 10.12.2011 Camping Finikes Bücher lesen – Sonne tanken – Strandspaziergänge machen – heftiger Regen und nass werden – Wäsche waschen – Menschen kennenlernen – nach Finikounda gehen und einkaufen – Überwinterer treffen – Olivenöl geschenkt bekommen frisch aus der Presse – Feta-Käse-Quiche backen . . . . . . .
Ein Traum! Wünschen Euch einen schönen dritten Advent aus dem immer noch nicht so wirklich winterlichen Deutschland!
Mal wieder typisch Griechenland. Als ich vor 40 Jahren mit dem Radl nach Olympia gefahren bin, waren die Säulen auch schon wie Salamischeiben unaufgeräumt auf einem Haufen gelegen. Ich hatte gehofft, dass in der Zwischenzeit jemand die Scheiben schön aufgeschlichtet hätte. Dennoch sehr beieindruckend und es erweckt Sehnsüchte, besonders wenn sich jetzt so richtiges Schmuddelwetter breitmacht… Alles Gute aus Roth
Mal wieder Eure Reise verfolgt.Bei unserem derzeitigen Schmuddel-(bzw April-)wetter, kann man schon neidisch werden, wenn man das blaue Wasser und den Sonnenschein sieht. kWir wünschen Euch einen schönen 3.Advent. Bald kommt ja Miriam.Wo wird sie unterkommen, doch sicher nicht in eurem so geräumigen Womo(haha)?
Seid lieb gegrüßt von Maranne und Leo.
Hallo ihr 2 Liebsten! Wir wünschen euch jetzt einen schönen 4. Advent!!! Hier ists immer noch nicht wirklich winterlich, mit weissen Weihnachten wirds bestimmt nix 🙁 Aber Hauptsache euch gehts gut und ihr geniesst eure Zeit (es ist offensichtlich, dass ihr das jeden Tag tut!!!) Noch einmal DANKE für das tolle Fell, Isabella ist verrückt danach (welches Tier??? Griechische Super-weich-Fell-Ziege oder was???
😉 Ach ja und laufen tut die Kleine jetzt auch schon alleine, zwar noch nicht immer, aber immer öfter…Mehr Infos gibts mit der nächsten Mail! Lass euch drücken! Fabse, Cacu und Isa
Weihnachtliche Grüße aus dem wettermäßig ungastlichen Roth, liebe Heike, lieber Ossi:-) Sonnendurchflutete, geschichtsträchtige Landschaften lassen das Herz höher schlagen. Haben so manche der Orte noch in bester Erinnerung – lang ist’s her…
Hoffen, dass auch bei Euch – trotz des hellen Lichts – so was wie Weihnachtsstimmung aufkommt. Feiert das Fest schön, wir heben unser Glas auch mal auf Euch und wünschen einen guten Rutsch ins Neue Jahr – möglichst nicht mit dem Sprinti;-) Alles Liebe für 2012 und weiterhin eine tolle Reise
Hallo Ihr Lieben,
wir sitzen gerade alle in Weiden, denken an unsere gemeinsame Paddeltour auf dem Regen(mit den Hagenhofenern) und erfreuen uns an Euren interessanten Reiseberichten und – fotos!
Wir werden Euch weiterhin gerne „virtuell“ begleiten. Lasst es Euch gutgehen!
Einen guten Rutsch ins neue Jahr und viele interessante Erlebnisse wünschen
Gerti & Rudi (aus Weiden),
Rita & Christian (aus München)
Hallo ihr Globetrotter,
vielen Dank für die SMS.
Wir hoffen, ihr hattet ein schönes Weihnachtsfest und habt lustig in das Neue Jahr hineingefeiert.
Wir wünschen Euch für das Neue Jahr viel Glück und weiterhin eine erlebnisreiche Reise.
Horst und Vera (Eure „alten“ Nachbarn).
Ein gutes neues (Reise-)Jahr euch Beiden.
Sind begeistert von eurer Tour – tolle Bilder, tolles „Programm“:-))
Freut euch über die Sonne, die ja wohl trotz der zeitweiligen Stürme überwiegt. Bei uns ist es weiterhin ungastlich, auch Skifahren im Allgäu war heuer nicht gerade der Hit. Erst jetzt ausreichend Schnee. Aber sicher habt ihr was anderes, wärmeres im Kopf…
Weterhin eine super, pannenfreie Reise.
Nobby und Isolde